Annette Götzel - Traditionelle Tibetische Medizin in Neukirchen und Lübeck

Die Traditionelle Tibetische Medizin (TTM)

Die Traditionelle Tibetische Medizin gehört zu den ältesten Heilsystemen der Welt

Die Traditionelle Tibetische Medizin wurde von der buddhistischen Philosophie geprägt und enthält das Beste aus dem indischen Ayurveda und der klassischen chinesischen Medizin. Die Tibetische Medizin basiert auf der Grundlage der drei körperlichen Energien Wind (Lung), Galle (Tripa) und Schleim (Péken), die im menschlichen Körper zirkulieren und für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit verantwortlich sind. Befinden Sie sich im Gleichgewicht, bleiben wir gesund. Da diese Energien abhängig sind von unseren Gedanken, Umwelteinflüssen, Ernährung, Jahreszeiten etc., geraten sie aber schnell aus dem Gleichgewicht. Unwohlsein und Krankheiten können dann entstehen.

Die Tibetische Medizin betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit, als Einheit von Körper und Psyche. Diese Sichtweise macht sich in den Therapien bemerkbar, die Therapien der TTM setzen an den psychosomatischen Ursachen von Krankheit an. Die Therapien sind vielfältig und reichen von Kräutern, Säften, Edelsteinen und Tinkturen bis zur Tibetischen Massage, Moxibustion, Akupunktur etc. Der richtigen Ernährung kommt in der Tibetischen Medizin ebenfalls eine große Bedeutung zu. So können richtig gewählte Nahrungsmittel schon so effektiv wie Medizin sein. Für die westliche Medizin stellt die Traditionell Tibetische Medizin eine wertvolle Ergänzung dar. Viele Funktionsstörungen, die ein Zeichen für die Entgleisung der drei Energien sind, lassen sich z. B. durch die Tibetische Massage mit Moxibustion und oder Akupunktur beheben, bevor eine Krankheit ausbricht.

Die Tibetische Massage nach Dr. Lobsang Shresta

Die Tibetische Massage ist eine ganzheitlich ausgerichtete Behandlung, die sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche eines Menschen Einfluss nimmt. Durch die spezielle Massagetechnik, einer Mischung von sanften Massagegriffen, Akupressur und Klopfungen, kommt es zur muskulären wie auch zur vegetativen Entspannung. Viele Menschen berichteten mir nach der Massage von einer tiefen Entspannung gepaart mit einer gewissen Leichtigkeit. Der Grund dafür liegt nach tibetischer Sichtweise in der ausgleichenden Wirkung, die die Massage auf die drei Körperenergien hat. Gerade psychosomatische Krankheitsbilder, denen auch in der westlichen Medizin immer mehr Beachtung geschenkt wird, lassen sich mit der Tibetischen Massage sehr gut therapieren.

Tibetische Massage

Besonders im Frühjahr und Herbst ist eine Tibetische Massage zu empfehlen. Bei einigen Beschwerden wird zusätzlich die Moxibustion in die Tibetische Massage integriert.

Die Moxibustion

Bei der Moxibustion (auch „Moxabustion“ oder einfach „Moxa“ genannt) handelt es sich um eine Hitzebehandlung, bei der ein Kegel oder eine Zigarre aus Beifuß zum Einsatz kommt. Diese Moxa-Zigarre oder der Kegel werden auf speziell ausgewählten Reflexpunkten der Haut direkt bzw. mit etwas Abstand zur Haut abgebrannt. Durch die Behandlung der Reflexpunkte beeinflusst man die drei Körperenergien bzw. einzelne Organe, wenn es zu Funktionsstörungen oder Krankheit gekommen ist. Durch die Erhitzung dieser Reflexpunkte wird dem zugehörigen Organ oder der zugehörigen Region Energie zugeführt. Die Moxabehandlung sollte je nach Erkrankung häufiger wiederholt werden.

Moxibustion

Folgende Krankheitsbilder konnte ich mit der Tibetischen Massage und Moxa-Therapie erfolgreich behandeln:

  • Emotionale Probleme
  • Schlafstörungen
  • Ängste
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Erschöpfungszustände
  • Depressive Verstimmungszustände
  • Verspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Funktionelle Störungen des Urogenitaltrakts
  • Verdauungsstörungen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Begleitend bei Krankheit

Die Tibetische Ernährungslehre

Aus Sicht der Traditionell Tibetischen Medizin hat auch die Ernährung einen großen Einfluss auf unsere Gesunderhaltung und unser Wohlbefinden. Durch die richtige Ernährung können wir unsere Gesundheit verbessern und Heilungsprozesse unterstützen. Die drei Energien Wind (Lung), Galle (Tripa), Schleim (Péken) spielen auch hier wieder eine wichtige Rolle. So bestimmen sie den Konstitutionstyp eines Menschen, teilen Krankheiten in Hitze- oder Kältekrankheiten ein, und letztlich werden auch die Jahreszeiten in ihre Qualität unterteilt. Das Abstimmen der Nahrungsmittel auf unsere mentale und körperliche Verfassung, bzw. Körperenergien ist dementsprechend entscheidend für eine gesunde Ernährung.

Die Tibetische Ernährungslehre basiert auf den fünf Elementen Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum. Diese Elemente sind nicht nur Bestandteil der Nahrungsmittel sondern auch unseres menschlichen Körpers. Sind nun einzelne Elemente in unserem Körper geschwächt, können wir durch die Wahl der richtigen Nahrungsmittel diese Elemente unterstützen und unsere Gesundheit verbessern. D. h. bei Krankheit sollten Nahrungsmittel bevorzugt werden, die die Energiestörung ausgleichen und die, die Energiestörung verstärken würden, sollten gemieden werden. Bei Gesundheit sollte eine abwechslungsreiche, natürliche Ernährung eingehalten werden. Grundsätzlich ist es in diesem Fall immer von Vorteil, das Nahrungsmittelangebot zu wählen, welches in der entsprechenden Jahreszeit in der heimischen Region zur Verfügung steht.

Folgende Krankheiten lassen sich mit Hilfe der richtigen Ernährung positiv beeinflussen:

  • Darmerkrankungen (Reizdarm, Morbus Crohn, Obstipation)
  • Tumorerkrankungen (begleitend auch bei Chemo)
  • Diabetes
  • Sodbrennen, Reflux
  • Leberleiden (z.B. Hepatitis)
  • Nieren- und Blasenprobleme
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Migräne
  • Bronchitis
  • Asthma – Lungenkrankheiten
  • Arthrose, Arthritis, Gicht, Rheuma
  • Rückenprobleme wie Ischialgie
  • Haarausfall und brüchige Nägel
  • Hautprobleme
  • Osteoporose